Dienstag, 19. März 2019
Notruf: 112

Alarmierung

Warum fährt die Feuerwehr mit Alarm durch den Ort, ich habe doch gar keine Sirene gehört!? Wie wir alarmiert werden:

 

DME Boss900Wir verfügen aktuell über 35 Digitale Meldeempfänger der Typen "Boss 900" und "Boss 920" der Firma Swissphone. Diese digitalen Melder haben im Jahr 2003 die analoge Technik bei uns abgelöst. Bei einem Alarm wird auf dem Display des Melders ein Text, ähnlich einer SMS wiedergegeben. Der Text besteht aus Datum/Uhrzeit - Einsatzstichwort - Einsatzort und kann Beispielsweise wie folgt aussehen:


13:54 19. Dezember Alarm DME FFw Egestorf *B* Kirch,Barsi *Max-Planck-Strasse* Containerbrand a.d. Containerplatz*


Unsere Einsatzkräfte wissen hierdurch sofort was Sie erwartet. Bei dieser Art der Alarmierung spricht man von einer "stillen Alarmierung", da außer uns niemand etwas davon mitbekommt.

Motorsirene E57 130Bei der alten, analogen Technik kam nach dem Alarmton eine Durchsage über Funk, diese war aber immer stark vom aktuellen Standort und dem damit verbundenem Empfang des Meldeempfängers abhängig.

Bei größeren Ereignissen oder zu Tageszeiten zu denen mit weniger verfügbaren Einsatzkräften gerechnet wird, wird zusätzlich zu den Funkmeldeempfängern auch noch Sirenenalarm ausgelöst. Dies ist dann keine "stille Alarmierung" mehr.

Und so werden wir alarmiert:

Nachdem du z.B. über den Notruf 112 einen Notruf abgesetzt und der Leitstellendisponent alle Daten erfasst hat, wählt er anhand des von Dir geschilderten Ereignisses die erforderlichen Einsatzmittel aus. Handelt es sich hierbei z.B. um einen Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person auf der L 401 zwischen den Ortschaften Egestorf und Langreder, so wird ein Rettungswagen, der Notarzt und die für diesen Abschnitt zuständigen Feuerwehren (Egestorf, Kirchdorf, Langreder und Barsinghausen) alarmiert. Art und Umfang der alarmierten Einsatzmittel ist vom Ereignis abhänig.
Bei der Alarmierung der Feuerwehr Egestorf wird hierbei noch unterschieden ob es sich um einen Tages- oder Nachteinsatz handelt. Da tagsüber weniger Einsatzkräfte vor Ort verfügbar sind, werden bei diesem Ereignis alle Digitalen Meldeempfänger und Sirenenalarm ausgelöst. Nachts würden hier lediglich die Digitalen Meldeempfänger ausgelöst werden. Es ist auch möglich nur einen Teil der Meldeempfänger auszulösen. Dies ist wiederum vom Ereignis abhänig.
Bei seinen Entscheidungen - wer ist wann und wie zu alamieren - wird der Disponent von einer speziellen Software unterstützt. Alle relevanten Daten sind in einer Datenbank hinterlegt.


Die Wartezeit nach einem Notruf kommt den meisten Bürgern unendlich vor. Wir als Einsatzkräfte müssen bei Alarmierung zuerst von unserem Aufenthaltsort (zu Hause, Arbeitsplatz, Bett, Geschäft, etc.) unter Berücksichtigung der StVO zum Feuerwehrhaus gelangen. Dort legen wir unsere persönliche Schutzausrüstung an und besetzen die entsprechenden Fahrzeuge. Im Normalfall kann schon wenige Minuten nach der Alarmierung das erste Fahrzeug das Feuerwehrhaus verlassen. Hierbei spielen Faktoren wie Verkehrsdichte, Witterung usw. eine entscheidende Rolle.

Ihr könnt uns helfen die Zeit möglichst gering zu halten: Durch ordnungsgemäßes Parken (besonders in der Nähe unseres Feuerwehrhauses und in engen Nebenstraßen) erleichterst Du uns die Anfahrt zum Feuerwehrhaus und zum Einsatzort (mit unseren Großfahrzeugen).

Die Leitstelle

RegionsleitstelleDie "Regionsleitstelle Hannover" ist seit 02. Januar 2006 gemeinsame Leitstelle für Brandschutz, Hilfeleistung und Rettungsdienst der Landeshauptstadt und Region Hannover. Pro Tag werden in der Leitstelle rund 2100 Telefonate geführt und rund 520 Notfalleinsätze disponiert. Dazu kommen weit mehr als 1000 Funkgespräche pro Tag mit den Einsatzfahrzeugen.
Die 64 Mitarbeiter der Leitstelle arbeiten im Schichtbetrieb und nehmen Hilfeersuchen für Rettungsdienst, Krankentransport, Brandschutz und Hilfeleistung entgegen und alarmieren die Einsatzkräfte. Das Versorgungsgebiet umfasst eine Fläche von rund 2300 km²  mit 1,128 Millionen Einwohnern, was in etwa den Zahlen des Bundeslandes Saarland entspricht. Die Regionsleitstelle Hannover gehört damit zu den fünf größten integrierten Leitstellen in Deutschland. Sie war 2006 die erste Ihrer Art.

Foto: Symboldbild Regionsleitstelle Hannover

 

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